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5. Sinfoniekonzert
John Williams: „The Cowboys“, Ouvertüre | Samuel Barber: Violoncellokonzert | Charles Ives: „Central Park in the Dark“ | George Gershwin: „An American in Paris
14. Februar 2009
Beginn: 19:30 Uhr, Eintritt für Studenten 5 €
Anhaltisches Theater - Großes Haus
Dirigent: Howard Griffiths
Violoncello: Peter Bruns
Das Programm des britischen Gastdirigenten Howard Griffiths entführt die Zuhörer nach Amerika. Die vier ganz unterschiedlichen Werke vermitteln einen Eindruck von der konzeptionellen und stilistischen Vielfalt amerikanischer Musik im 20. Jahrhundert. Eingeleitet wird das Programm mit der Ouvertüre „The Cowboys“ von John Williams. Sie basiert auf der Filmmusik zum gleichnamigen Western mit John Wayne aus dem Jahre 1971. Von Samuel Barber, einem der Klassiker amerikanischer Musik, erklingt das Cellokonzert (1945). Wenngleich Barbers Kompositionen von zeitgenössischen Kritikern als eher konservativ empfunden wurden, so liefern sie doch den klingenden Beweis für die fortdauernde Lebensfähigkeit von breit ausgesponnener Melodik, tonaler Harmonik und lyrischer Expressivität. Während Barber in der Mehrzahl seiner Werke die überlieferten Traditionen bewahrte und keinerlei Experimente wagte, nehmen die kühnen Kompositionen des 36 Jahre älteren Charles Ives oftmals spätere Entwicklungen um Jahrzehnte voraus. So schrieb er 1906 mit „Central Park in the Dark“ eine weit über impressionistische Stimmungsmalerei hinausgehende „Laut-Collage“, in der die Stille des nächtlichen Parks von verschiedensten Klängen durchbrochen wird: populäre Musik aus Kneipen oder von Spaziergängern gepfiffen, Droschkengeräusche u.a.m. Dem entsprechen in der Partitur bis zu einem Dutzend unterschiedlicher Ebenen, die scheinbar unbeeinflusst voneinander gleichzeitig ablaufen. Auf diese nächtliche Atmosphäre folgt mit dem letzten Stück des Konzertabends das Bild einer quirligen europäischen Großstadt am Tage: „An American in Paris“. 1928 hatte George Gershwin Europa bereist und in Wien diese in Paris begonnene Orchesterkomposition beendet, die zu seinen schönsten Werken zählt. Gershwins erklärte Absicht war es, „die Eindrücke eines amerikanischen Reisenden wiederzugeben, der durch Paris schlendert, der auf den Straßenlärm hört und die französische Atmosphäre in sich aufnimmt.“
Konzerteinführung
Vor jedem Sinfoniekonzert findet eine Stunde vor Beginn im Foyer eine Einführung statt. Musikdramaturg Ronald Müller gibt gemeinsam mit GMD Golo Berg oder Gästen Hintergrundinformationen zum Verständnis der im Konzert erklingenden Werke.